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29.03.2010
100% Lohn für 100% Arbeit
Kreis Steinfurt/Kreis Borken/Berlin. Frauen haben in der Arbeitswelt immer noch schlechtere Karten als Männer. Beim Einkommen verdienen sie ganze 23 Prozent weniger. Ein Misstand auf den jetzt am `Equal-Pay-Day´ auch die heimische SPD-Abgeordnete Ingrid Arndt-Brauer am Brandenburger Tor in Berlin bei einer Demonstration aufmerksam gemacht hat. Mit Fahnen und Transparenten setzten die SPD-Bundestagsfraktion und die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) ein farbenfrohes Signal, dass es ohne eine entschlossene Gleichstellungspolitik keine Verbesserung der beruflichen Perspektiven von Frauen geben wird. Zur Unterstützung der SPD-Frauen fanden sich erfreulicherweise viele Männer der SPD-Bundestagsfraktion ein, darunter auch der Vorsitzende Frank-Walter Steinmeier.
Die SPD fordert endlich Lohngleichheit zu schaffen, damit für gleiche und gleichwertige Arbeit der gleiche Lohn gezahlt wird. `Ohne gesetzliche Maßnahmen wird das nicht gehen´, so Arndt-Brauer. Es müsse daher beispielsweise eine gesetzliche 40-Prozent-Quote für Frauen in Aufsichtsräten geben. Da Frauen besonders häufig im Niedriglohnbereich anzutreffen seien - dort stellten sie ca. 70 Prozent der Beschäftigten, bedürfe es zudem eines gesetzlichen Mindestlohns und einer Beschränkung der Mini-Jobs, erklärte die Abgeordnete weiter.
In den letzten Jahren hat die Zahl der Frauen in Vollzeitstellen abgenommen, nur noch 37% arbeiten Vollzeit. `Wir brauchen daher weitere Schritte, um Familie und Beruf besser miteinander in Einklang bringen zu können.´ Ein Irrweg sei das geplante Betreuungsgeld der CSU. `Die Herdprämie mindert die Berufschancen von Frauen und verbraucht Gelder, die dringend für den Ausbau der Betreuungs- und Bildungsangebote benötigt werden´, kritisierte die stellvertretende finanzpolitische Sprecherin. |