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25.04.2019

AG 60plus in geheimer Mission

AG60plus_B1Rheine/Berlin. Eine Fahrt in die Bundeshauptstadt ist normalerweise sehr informativ. Doch die Mitglieder der SDP-Arbeitsgemeinschaft 60plus erfuhren bei einer der Besichtigungen so gut wie nichts. Alles geheim!

Auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer besuchten die Senioren für vier Tage Berlin. Ein umfangreiches Informationsprogramm absolvierten sie. Ein besonderer Höhepunkt: Die Besucher aus Rheine und den Kreisen Steinfurt und Borken gehörten zu den ersten Gästen im gerade erst eröffneten Gebäude des Bundesnachrichtendienstes.

Doch hier erfuhren sie erwartungsgemäß wenig über die Arbeit des Geheimdienstes. Dafür aber imponierende Zahlen über die Zentrale des BND, dem größten und komplexesten Neubau in Berlin, den der Bund in den letzten Jahren realisiert hat: 5000 Räume, 14.000 Fenster, 8.000 Innentüren, Gänge mit einer Länge von neun Kilometern. Das Gebäude ist 280 Meter lang, 150 Meter breit und ragt 30 Meter in die Höhe.

Mehr als zwölf Jahre nach dem ersten Spatenstich im Oktober 2006 und nach einer Kostensteigerung von 720 Millionen Euro auf 1,086 Milliarden Euro steht nun dieser `Klotz´ mitten im Herzen von Berlin.

Beim schrittweisen Umzug des BND waren zuvor von November 2017 bis zum Januar 2019 rund 58.000 Möbelstücke und rund 100.000 Umzugskartons in den riesigen Komplex transportiert worden. Die neue BND-Zentrale bietet Platz für 4 000 Beschäftigte.

Über die Architektur des Gebäudes gab es unter den Gästen aus dem Münsterland keine zwei Meinungen. Einer aus der Gruppe fasste den Eindruck so zusammen: `Die Architekten haben wohl bei Lego gelernt!´

Überhaupt nicht geheimnisvoll ging es beim Besuch des Bundestages im Reichstagsgebäude zu: Eine freundliche Mitarbeiterin der Bundestagsverwaltung erläuterte die Aufgaben von Bundestag und Regierung und so gewannen die Gäste einen interessanten Eindruck vom `Zentrum der Macht´ in Berlin.

Sehr offen ging es dann auch beim anschließenden Gespräch mit der Abgeordneten Ingrid Arndt-Brauer zu.
`Unsere Gesellschaft wird immer älter - die Frage nach dem richtigen Umgang mit der Pflege wird deshalb immer drängender. Dass Pflege sozial und gerecht sein muss, ist unser sozialdemokratischer Grundsatz - jeder Mensch soll im Alter menschenwürdig versorgt werden´, so die Abgeordnete zum Thema, das besonders die vorwiegend älteren Gäste aus ihrem Wahlkreis interessierte. Schon in den letzten Jahren hätte die Regierungskoalition mit der SPD eine Menge geschafft, um die Leistungen in der Pflege zu verbessern.

`Unser Ziel ist aber noch nicht erreicht: Die Schaffung eines menschlichen, sozialen und bezahlbaren Pflegesystems.´ Die SPD habe deshalb ein Konzept erarbeitet, das die Menschen in den Mittelpunkt stellt - damit Pflegekräfte die Wertschätzung erhalten, die sie verdienen und Zugang zu guter Pflege keine Frage des Geldbeutels ist.

Einer der Höhepunkt für die Mitglieder der AG 60plus war natürlich der Besuch in der Parteizentrale der SPD, dem Willy-Brandt-Haus. Neben weiteren Besuchen bei der Deutschen Bundesbank und im Finanzministerium wurden den Besuchern auch zwei Stadtrundfahrten geboten. Dabei konnten sie Berlin als Großstadt mit vielen `grünen Lungen´ erleben.