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05.01.2012
Begegnung ist wichtig
Greven. Der Tee war fertig; türkische Spezialitäten, Schafskäse und Brötchen warteten auf die Gäste zum Frühstück. Die Frauen der türkischen Gemeinde Greven hatten sich mit viel Arbeit auf den Besuch vorbereitet, denn man erwartete die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer.
Auf Vermittlung von Friedrich Paulsen (SPD Greven) (Bildmitte hinten) folgte die Politikerin gerne der Einladung der türkischen Gemeinde in das Gebäude an der Alten Bahnhofstraße. Arndt-Brauer kam in Begleitung von Monika Erben (stellv. Vors. SPD Greven) (i. Bild li.) sowie Gundula Gromme (2. v. li.), der Vors. der AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) im Kreis Steinfurt.
Einmal wöchentlich treffen sich die türkischen Frauen zu einem Frühstück, wie Saliha Tomrukcu (3. v. li.), Vorsitzende der Frauengruppe den Besuchern erläuterte. Angeregt diskutierten die Frauen mit den Politikern über Themen wie doppelte Staatsangehörigkeit, Ausbildung und Deutschkurse. Einige Frauen sind schon seit vielen Jahren in Deutschland und können sich nur schwer verständigen. Ingrid Arndt-Brauer bemängelte in dem Gespräch, dass es bei den damaligen Gastarbeitern versäumt wurde, sie sprachlich zu fördern. Heute müssen die Einreisewilligen in ihrem Heimatland einen Deutschkurs absolvieren und können auch in Deutschland an weiterführenden Sprachkursen teilnehmen. Sprachkenntnisse findet Arndt-Brauer für die Integration besonders wichtig.
Rasim Topal (3. v. re.), Vorsitzender der Gemeinde nutzte die Gelegenheit und stellt den Besuchern Ibrahim Isik 4. v. re.), den Imam der islamischen Gemeinde vor. Gemeinsam mit dem Imam besichtigten die Besucher den Gebetsraum. Hier treffen sich die türkischen Männer zu den traditionellen Gebeten. Die Frauen sollen einen eigenen Gebetsraum im Dachgeschoss des Gebäudes erhalten. Hier herrscht zurzeit aber noch eine Baustelle. Der türkischen Gemeinde fehlen dafür allerdings noch die finanziellen Mittel, bedauerte Rasim Topal. Energetische Maßnahmen, wie wärmedämmende Fenster und eine neue Heizungsanlage sind für das im Jahr 1921 entstandene Gebäude auch dringend notwendig. `Die Heizkosten laufen uns davon´, so Rasim Topal. Hierfür ist man allerdings auf Spenden und die Beiträge der Mitglieder angewiesen. Trotzdem gibt man die Hoffnung nicht auf, dass mit den Sanierungsmaßnahmen im neuen Jahr begonnen werden kann.
Gerne versprachen die Gäste abschließend, sich zu Diskussionsrunden in regelmäßigen Abständen wieder zu treffen. |