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14.08.2009
Besorgnis wächst
Ochtrup. Noch immer schwebt das Damoklesschwert über dem Materialdepot Ochtrup. Hintergrund sind die Privatisierungspläne des Bundesverteidigungsministeriums für alle Materialdepots in Deutschland. Betroffen wären die Materialdepots mit den unterstellten Lagerbereichen in Ochtrup, Rheine und Diepholz mit rund 640 Mitarbeitern.
Besorgt wandten sich daher der Vorsitzende des Gesamtpersonalrates Willi Hartmann (2. v. li.) und der Personalratsvorsitzende des Depots Ochtrup Jörg Marciniak (i. Bild li.) nochmals an die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer. Die Politikerin unterstützt bereits seit Juli 2008 die Depots in ihrem Anliegen, die Privatisierungspläne zu stoppen. Bei einem Gespräch im Wahlkreisbüro der Abgeordneten in Ochtrup, sagten auch Renate Lemm (SPD Ochtrup, Bildmitte) sowie Bürgermeisterkandidat Kai Hutzenlaub (2. v. re.) dem Depot Ochtrup ihre Unterstützung zu.
`Wir werben für die Zukunft Ochtrups. Dazu gehört es auch, Arbeitsplätze vor Ort zu halten´, machte Hutzenlaub klar. Das Materialdepot ist ein großer Arbeitgeber und mit rund 40 Auszubildenden allein in Ochtrup der größte Ausbildungsbetrieb. Circa 89 Auszubildende sind in den weiteren Lagerbereichen beschäftigt. `Das ist eine große soziale Verantwortung´, so Arndt-Brauer, die sich mit der Gesprächsrunde einig ist, dass Privatisierungsvorhaben grundsätzlich kritisch zu sehen seien. Hutzenlaub, selbst Reservist bei der Bundeswehr, spielte das Szenario durch, was es im Ernstfall (Einsatz in Kriegsgebieten u.ä.) bedeuten könnte, wenn private Unternehmen die entsprechenden Gebiete beliefern müssten und dies ablehnen würden, da der Einsatz zu gefährlich sei. Der Bundeswehr sei dies immer eine Verpflichtung gewesen und somit die Versorgung der Einsatztruppen gewährleistet.
In Hinsicht auf die kommenden Bundestagswahlen machte Arndt-Brauer deutlich, falls es zu einer Koalition von CDU/CSU und FDP kommt, dass dann die Privatisierung der Depots bereits eine beschlossene Sache sei. `Für die FDP gilt: Privat vor Staat.´, verdeutlichte die Politikerin eindringlich und versprach sich auch weiterhin einzusetzen und mit den entsprechenden Stellen in Kontakt zu bleiben. |