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17.08.2009

Bürgernah und kompetent

Ulla1Rheine/Kreis Steinfurt. Das TaT in Rheine war bis auf den letzten Platz gefüllt. Rund 250 Zuhörer wollten es sich nicht nehmen lassen, mit Ulla Schmidt (2. v. re.) persönlich über die Gesundheitspolitik zu diskutieren. Das Thema Gesundheit bewegt sichtbar viele Menschen - längst überfällig also, dass im Wahlkampf endlich über Sachpolitik geredet wird.

Schmidt sprach über die bereits erfolgten notwendigen Reformschritte, um das Gesundheitssystem bezahlbar und zugleich qualitativ hochwertig zu halten. `Der Gesundheitsfond werde dazu führen, dass die Zahl der Krankenkassen weiter sinkt. Durch den einheitlichen Beitragssatz könne keine Kasse mehr von ihrer günstigeren Versichertenstruktur, d.h. wenig ältere kranke Menschen, profitieren. Stattdessen gäbe es jetzt echten Wettbewerb über Leistungen, z.B. für chronisch Kranke, erläuterte Schmidt.

Auf die Zukunft angesprochen `ist die Bürgerversicherung die einzig richtige Antwort und nicht - was einige Parteien denken - die Kapitaldeckung´, so die Ministerin weiter. Nur eine solidarische Bürgerversicherung verteile die Lasten sozial gerecht.

Die Bundespolitikerin zeigte viel Verständnis für Fragen und Kritik der anwesenden Zuhörer, darunter auch viele Ärzte. Schmidt verwies darauf, dass für die Gesundheitspolitik nicht nur die Bundesregierung sondern auch die Länder verantwortlich sind. Diese müssten mehr Studienplätze für Medizin schaffen, um dem sich besonders in ländlichen Regionen abzeichnenden Ärztemangel entgegenzuwirken. Die Ministerin betonte die Notwendigkeit, dass sich die Kassenärztlichen Vereinigungen, deren Aufgabe es ist, eine flächendeckende wohnortnahe Versorgung mit Medizinern zu gewährleisten, reformieren müssten.