|
09.03.2009
Den Tag aktiv und sinnvoll verbringen
Rheine/Kreis Steinfurt. Ursprünglich wollte die heimische Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer mit den beiden Geschäftsführern Inge Jankofsky (i. Bild re.) und Wilfried Wewer der „CBF Wohnen und mehr gemeinnützige Gesellschaft (gGmbH)“ über deren geplanten Besuch in Berlin im Oktober dieses Jahres reden. Da die Einrichtung - eine 100%ige Tochter des Clubs Behinderter und ihrer Freunde im Kreis Steinfurt und Umgebung e.V. (CeBeeF) - im Sommer 2009 ein neues Gebäude in der Peterstr. 34 in Rheine bezogen hat, nutzte die Politikerin die Gelegenheit - sich diese nach ihrer Bürgersprechstunde in Rheine persönlich anzuschauen. Die CBF unterhält nun ein Gebäude mit zwei Nutzungsbereichen, eine Drei-Zimmer-Wohnung und daran angebaut ein Gewerbeteil, das aus Büro-, Aufenthalts- und Lagerräumen (ehemalige Näherei) besteht. Mit geringen Umbaukosten und unter Mitwirkung der Klienten und Mitarbeiter wurden die neuen Räumlichkeiten zweckmäßig gestaltet u.a. für Freizeit- und Bildungsangebote, ein ausreichendes Angebot für Büro- und Besprechungsräume der Mitarbeiter sowie für Service- und Hilfsangebote für Menschen mit Behinderungen, wie z. B. Mittagessen, Waschen, Bügeln, Friseur oder Fußpflege.
Was soll ich den ganzen Tag über tun? Womit kann ich mich beschäftigen? Wo kann ich hingehen? Diese Fragen sind drängend und werden schon jetzt während des Urlaubs und den Betriebsferien der Werkstatt für behinderte Menschen deutlich. Mit der Peterstraße 34 soll eine Anlaufstelle geboten werden, in der man Menschen trifft, mit denen man sich unterhalten, etwas gemeinsam unternehmen und sich verabreden kann. `Soziale Kontakte sind unerlässlich, um einer Vereinsamung vorzubeugen´, betonte die CBF-Geschäftsführung. Gefragt seien nicht Zeitvertreib sondern attraktive und aktivierende Angebote, die nach individueller Interessenlage und Tagesform quasi als Bausteine zusammengestellt und genutzt werden können. Die CBF wolle daher ein leicht zugängliches Freizeitangebot anbieten, das vor allem abends, an den Wochenenden und während der Urlaubszeit vorgehalten werde. Ausdrücklich ansprechen solle dieses auch behinderte Menschen, die keiner Beschäftigung nachgingen bzw. in Rente seien. Die Angebote sollten dabei zeitlich flexibel sein und sich nach den verschiedenen Bedürfnissen und Möglichkeiten der Nutzer richten.
Seit mehr als 30 Jahren verfolgt der CeBeeF das Ziel der sozialen Integration von Menschen mit Behinderung. Im Jahr 1989 errichtete der CeBeeF die erste Wohngemeinschaft für Menschen mit einer geistigen oder Lernbehinderung als Alternative zum stationären Wohnen mit einer Rundumbetreuung. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden und diesen Bereich von den weiteren Vereinszielen abzugrenzen, wurde im Jahr 2005 die „CBF Wohnen und mehr gGmbH“ gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung von behinderten Menschen in den Bereichen Wohnen, Arbeiten, Bildung und Freizeit. Zurzeit werden 48 Menschen mit einer Behinderung (überwiegend mit geistigen Einschränkungen) von sozialpädagogisch ausgebildeten Kräften in ihrem Alltag begleitet.
Arndt-Brauer zeigte sich erfreut: `Mit den neuen Räumlichkeiten kann die CBF sich den gesellschaftlichen Veränderungen noch besser stellen.´ |