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23.06.2009
Der Patientenwille zählt
Legden. Lange wurde darum gerungen, den Patientenwillen zu stärken. Mit einer mehrheitlichen Entscheidung stimmte man jetzt dem Entwurf des Abgeordneten Joachim Stünker (SPD) zu. Im Ergebnis können Patienten im Falle, dass sie sich nicht mehr äußern können, in Zukunft sicher sein, dass ihr Selbstbestimmungsrecht gewahrt wird.
Für die SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer, Christoph Strässer und ihre Landtagskollegin Stefanie Wiegand war dies Grund genug, in einer Veranstaltung über das neue Gesetz zu informieren. Ein voller Saal in der Gaststätte Ostermann in Legden zeigte dann deutlich, wie groß das Interesse ist. Strässer, der sich seit sechs Jahren mit dem Thema befasst, gab nach einem Referat den Zuhörern die Möglichkeit konkretere Fragen zu stellen.
`Wir regeln nicht den Inhalt der Patientenverfügung´, verdeutlichte Strässer. Aber es wird den Patienten und auch den behandelnden Ärzten die rechtliche Sicherheit gegeben. Mit der neuen Regelung ist jetzt gewährleistet, dass diejenigen, die eine solche Verfügung verfassen, auch auf deren Befolgung vertrauen dürfen. Der Abgeordnete legte aber allen Zuhörern nahe, die Patientenverfügung so konkret wie möglich zu verfassen. Zusätzlich empfiehlt Strässer, eine Vorsorgevollmacht zu verfassen, die einen Bevollmächtigten festlegt, der dann den Willen des Patienten auch durchsetzt. Was in einer Verfügung steht, ist nicht geregelt und entscheidet jeder Mensch für sich selber. Wert legt Strässer auch auf eine regelmäßige Aktualisierung der Verfügung, um alle Bewusstseinsveränderungen und medizinische Erkenntnisse mit zu berücksichtigen. Aber auch dies ist nicht zwingend erforderlich. Wichtig ist es, die Patientenverfügung schriftlich zu verfassen. Eine notarielle Beglaubigung ist dabei aber nicht erforderlich.
`Jeder muss selber entscheiden, wie er sein Lebensende gestalten möchte´, betonte Strässer abschließend.
Infos zur Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sind in den Wahlkreis- und Bundestagsbüros der Abgeordneten zu erhalten.
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