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20.02.2020

Ev. Frauenhilfe Ochtrup in Berlin

EvFrauenhilfe_Ochtr1Ochtrup / Berlin. Der Sturm `Sabine´ blies stark zur Abfahrt aus Ochtrup. Doch das konnte die Mitglieder der Frauenhilfe der evangelischen Kirchengemeinde nicht abschrecken. Vier Tage verbrachten die Frauen in Berlin. Auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer erlebten sie dort ein abwechslungsreiches Programm.

Neben Führungen im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes und des Willy-Brandt-Hauses erhielten die Teilnehmerinnen auch eine Sightseeing-Tour unter politischer Gesichtspunkten durch die Bundeshauptstadt.

Ein sehr interessanter Programmpunkt war der Besuch des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Das Ministerium von Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil (SPD) ist eines der wenigen, das mehr Frauen als Männer beschäftigt. 705 von 1224 Mitarbeiter sind Frauen. Mit 150,2 Milliarden Euro verwaltet das BMAS den größten Einzelplan des Bundeshaushaltes. Allein 102 Milliarden Euro davon stellen Bundeszuschüsse an die allgemeine Rentenversicherung dar.

Als besonders beeindruckend wurde das Stasi-Museum empfunden. Das Museum befindet sich in den Räumen des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit. Dabei konnten die Besucherinnen neben der technischen geheimdienstlichen Ausstattung auch die früheren Diensträume des Ministers für Staatssicherheit Erich Mielke besichtigen. Die Räume haben sich dabei seit dem Ende der DDR vor 30 Jahren nicht verändert. Die Stasi durchdrang den Alltag der Menschen in der DDR. Jeder 60. Bürger der DDR war fester oder inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit. Noch heute gehen 4000 Anträge auf Akteneinsicht pro Monat ein beim Beauftragten für die Unterlagen der Stasi.

Mit vielen Eindrücken und guter Stimmung ging es dann für die Frauen wieder in die heimische Töpferstadt.