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28.11.2011

Große Nachfrage bei U3-Betreuung

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Burgsteinfurt/Borghorst. Der Gesetzgeber hat einen gesetzlichen Anspruch für einen Betreuungsplatz für ein- und zweijährige Kinder beschlossen (U3). Dieser Anspruch tritt 2013 mit einer Betreuungsquote von 35 % in Kraft. Ein Investitionsprogramm des Bundes und ein Sonderausprogramm, das die rot-grüne Landesregierung NRW aufgelegt hat, soll die Kommunen bei Betreuungsplatzausbau unterstützen. Aber reicht das Geld und die Quote vor Ort aus?

In den letzten Wochen hat die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer alle Kommunen in ihrem Wahlkreis besucht, um sich über den Stand des U3-Ausbaus zu informieren.

Letzte Station ihrer Wahlkreistour in Sachen Betreuung von unter dreijährigen Kindern war für die Politikerin jetzt das Rathaus in Borghorst. Bürgermeister Andreas Hoge (i. Bild li.) und Schulamtsleiter Peter Borowiak (i. Bild re.) begrüßten Arndt-Brauer, die in Begleitung der SPD-Kommunalpolitikern Klaus Meiers (3. v. li.), Ludgera Kessler (2. v. re.) und Aleida Maffert (Bildmitte) kam.

In Borghorst liege man derzeit bei einer Betreuungsquote von 17,7%, in Burgsteinfurt bei 22,4 %. Erhöhen würden sich die Zahlen durch die Tagespflege, die von qualifizierten Tagesmüttern abgedeckt wird, auf 25,3 % in Borghorst und 27,8 % in Burgsteinfurt, so Schulamtsleiter Borowiak. `Aber im laufenden Jahr fehlen bereits 64 Plätze in den Kindergärten und Kindertageseinrichtungen und im nächsten Jahr werden es noch mehr sein´, schilderte Bürgermeister Hoge die Situation in Burgsteinfurt. Ein Teil der betroffenen Kinder könne allerdings in der Tagespflege betreut werden, so Hoge weiter. Der Bürgermeister glaubt zwar, dass man mit der Tagespflege die geforderte Quote von 35 % Tagespflege erreiche, ist sich aber sicher, dass man auf längere Sicht rund 45 % benötige. Alle Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass das Angebot die Nachfrage regelt. Erst wenn Familien auf vorhandene Betreuungsplätze zugreifen können, kann Berufstätigkeit und Familie unter einen Hut gebracht werden. Um die Nachfrage zu decken, müsse im U3-Bereich weiter ausgebaut werden, so Peter Borowiak. `Dafür reichen aber die Fördermittel auf keinen Fall´, machte Hoge deutlich.

Arndt-Brauer hatte in den vergangenen Tagen bereits Gelegenheit, ihre gesammelten Informationen der Wahlkreistour mit der Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, Ute Schäfer zu besprechen. Auch bei den entsprechenden Stellen des Bundes will die Abgeordnete darauf hinweisen, das dringend Mittel für den U3-Ausbau benötigt werden. Über das Ergebnis wird Arndt-Brauer die Kommunen auf dem Laufenden halten.