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08.08.2011
Großer Bedarf an U3-Betreuung
Rheine. Fördergelder des Bundes und des Landes sollen helfen, den Rechtsanspruch umzusetzen, dass 35 Prozent aller ein- und zweijährigen Kinder (U3) ab dem 1. August 2013 einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung bzw. -pflege erhalten können.
Auch Rheine soll von dem im Juni aufgelegten Sonderprogramm des Landes NRW für den U3-Ausbau profitieren. Bei einem persönlichen Gespräch mit Rheines Sozialdezernenten Axel Linke (i. Bild re.) sowie Ewald Piepel (2. v. li.) und Raimund Gausmann (2. v. re.) vom Fachbereich Jugend, Familie und Soziales, wollte jetzt Ingrid Arndt-Brauer (SPD-MdB) erfahren, ob die rund 434.000 Euro für 2011 und 260.000 Euro für 2012 für Rheine ausreichen.
`Die Mittel werden nicht reichen´, stellten Piepel und Gausmann fest. Wenn das Angebot der U3-Betreuungsplätze vorhanden sei, würde auch die Nachfrage geweckt. Somit würde ein größerer Bedarf, als die angestrebten 35 Prozent bestehen.
Grundsätzlich freue sich Rheine über die Fördermittel, stellte Axel Linke in dem Gespräch klar. Die im Juni zugesagten Fördermittel müssten jedoch bis zum Jahresende verbaut sein. Dies, von der Planung über die Genehmigung und Umsetzung bis zum Jahresende, sei kaum möglich. Die Frist sei zu kurz und die meisten Kommunen würden dies nicht leisten können, so Linke weiter.
Erschwerend käme hinzu, dass die Träger der Kindergärten, die an der Finanzierung des U3-Ausbaus maßgeblich beteiligt seien, nach großen Finanzierungsproblemen in der Vergangenheit vorsichtig geworden seien, erläuterte Piepel der Politikerin.
`Bei dem jetzigen Förderprogramm brauchen wir mehr Planungssicherheit´, gab Linke Arndt-Brauer abschließend mit auf den Weg. `Sicherlich gibt es eine Möglichkeit, die Frist für die Fertigstellung der Baumaßnahmen auszusetzen oder nicht zu berücksichtigen´, ist sich Arndt-Brauer sicher. Sie versprach dem Sozialdezernenten mit der Landtagsabgeordneten Elisabeth Veldhues aus Rheine sowie der Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Ute Schäfer zu sprechen und mit Rheine darüber in Kontakt zu bleiben. |