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20.06.2011

Günstige Behandlungsalternativen

PhysioGescher1
Gescher. Das Gesundheitssystem in Deutschland ist teuer und lastet dem Versicherten immer mehr finanzielle Bürden auf. Viele Erkrankungen lassen sich jedoch durch entsprechende Maßnahmen lindern oder sogar vermeiden. Auch der aus den Niederlanden stammende und in Gescher praktizierende Physiotherapeut Rob Smit (Bildmitte) macht sich Gedanken dazu, wie die  Krankenkassen viel Geld sparen können.

Über den SPD-Fraktionsgeschäftsführer Norbert Schulenkorf (i. Bild li.) hatte Smit Kontakt zu der Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer (SPD) geknüpft. Bei einem Besuch in der Physiotherapiepraxis berichtete Smit aus seinem täglichen Berufsalltag über die zahlreichen Probleme mit Krankenkassen und Ärzten. Mit einigen Fallbeispielen zeigte Smit in dem Gespräch auf, dass eine schnelle Wiederherstellung seiner Patienten erreicht werden kann, wenn frühzeitig entsprechende medizinische Begleitung eingesetzt würde. Leider verhindere dies die Budgetierung der Ärzte, die es dem behandelnden Arzt nicht ausreichend ermögliche, Patienten die notwendigen Behandlungen zu verschreiben. Ein Problem seitens der Krankenkassen besteht darin, kostengünstige Therapievarianten nicht zu bezahlen, da die Leistungsabrechnung dies nicht vorsieht und ein kostenintensiver Abrechnungsaufwand dafür nötig wäre. Unverständlich für Smit und andere Kooperationspartner, die das Wohl der Patienten im Auge haben. `Einige unserer Kunden konnten wir immerhin soweit wiederherstellen, dass eine anberaumte Operation nicht mehr erforderlich war und sie zeitnah wieder in den Arbeitsprozess integriert werden konnten´, so Smit. Er verdeutlichte, dass die Kosten für einen operativen Eingriff und einer anschließenden Heilbehandlung erheblich teurer wären.

Mit einem Modellprojekt, mit dem der Physiotherapeut (und andere Akteure im Gesundheitswesen) an den Start gehen möchte, würde er gerne beweisen, dass ein frühzeitiger Ansatz in der Behandlung Betroffener dem Gesundheitssystem enorme Kostenersparniss bringen könnte. Arndt-Brauer versprach Smit, ihre Fachkollegen in der SPD-Bundestagsfraktion für die Thematik zu sensibilisieren.