Arndt-Brauer_072c
 Home
 Zur Person
 Pressemitteilung
 Wahlkreis
 Service
 Links
 Impressum
Banner2

26.05.2009

Hilfe für Drogenabhängige

Methadon_ST1Steinfurt. Der Bund hat in Kooperation mit mehreren Bundesländern und einigen Großstädten ein Modellprojekt zur heroingestützten Behandlung Drogenabhängiger ins Leben gerufen. Im März 2002 lief das Projekt in Bonn an, andere Städte folgten nach.

Das Projekt war ursprünglich auf zwei Jahre Studie und ein Jahr Auswertung ausgelegt, wurde aber im August 2004 bis 2006 verlängert. Noch in dieser Woche soll über einen Gesetzentwurf zur so genannten diamorphingestützten Substitutionsbehandlung entschieden werden. Aus diesen Anlass informierten sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer und ihre Kreistagskolleginnen Renate Lemm (Bildmitte) und Aleida Maffert (2. v. re.) bei der Methadonambulanz des Kreisgesundheitsamtes.

Gemeinsam mit dem Gesundheitsamtsleiter Dr. Werner Lammers (i. Bild re.) erläuterte Dr. Benedikt Kirchner-Homoet (2. v. li.) von der Methadonambulanz Steinfurt den Politikerinnen seine Arbeit mit den Drogenabhängigen. In der Methadonambulanz wird mit allen gängigen Ersatzdrogen behandelt, nur auf die Behandlung mit reinem Heroin wird hier ganz bewusst verzichtet, machte Dr. Kirchner-Homoet deutlich. Die Methadonbehandlung ist kostengünstiger, die technischen Probleme bei der Behandlung mit Heroin sind zu bedenken.

Ersatzdrogentherapie wird auch von verschiedenen niedergelassenen Ärzten angeboten, Methadonambulanzen gibt es in den Gesundheitsämtern Rheine, Ibbenbüren und Steinfurt. Ungefähr 300 Heroinsüchtige finden so im Kreis Steinfurt Hilfe, ihre Drogensucht in den Griff zu bekommen.

Hier in  Steinfurt wird eng mit der Suchtberatung der Caritas in Borghorst zusammen gearbeitet. Die Ambulanz hat einen guten Ruf in der Szene. So haben derzeit knapp 50 Patienten den Weg in die Methadonambulanz Steinfurt gefunden.

Den Substituierten soll es langfristig ermöglicht werden, wieder den normalen Alltag zu bewältigen. Dazu gehört auch, die Betroffenen wieder in regelmäßige Beschäftigung zu bringen. `Ohne Arbeit, kann man nicht dauerhaft helfen´, verdeutlichte Dr. Kirchner-Homoet den Politikerinnen.

Abschließend  wünschten die Besucherinnen weiterhin viel Erfolg bei der Arbeit in der Methadonambulanz.