|
12.04.2010
Kreisweite medizinische Versorgung unter einem Dach
Borken. Um sich über die Strukturen und die medizinisch- / pflegerische Arbeit im Klinikverbund Westmünsterland zu informieren, besuchte Ingrid Arndt-Brauer (MdB) das Borkener Krankenhaus.
Vier Krankenhäuser, Einrichtungen der Altenhilfe und sonstige Einrichtungen im Bereich der Gesundheitshilfe in Ahaus, Vreden, Bocholt, Borken und Rhede haben sich unter der Dachgesellschaft des Klinikverbundes zusammengeschlossen. Ziel des Klinikverbundes Westmünsterland ist der Erhalt der fünf Krankenhausstandorte, die Sicherung einer wohnortnahen Grundversorgung, die Weiterentwicklung eines differenzierten abgestimmten Leistungsangebotes und natürlich die Sicherung der Arbeitsplätze.
Traditionsgemäß spielt die Ausbildung eine große Rolle. Mehr als 250 junge Menschen werden derzeit im Klinikverbund ausgebildet. In allen Einrichtungen arbeiten ca. 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, überwiegend Frauen in Voll- oder Teilzeit.
Die Geschäftsführer Christoph Bröcker (i.Bild li.), Ludger Hellmann (2. v. li.), und Hauptgeschäftsführer Hermann Nientiedt (i. Bild re.) zeigten die finanzielle Situation der Krankenhäuser auf und berichteten über die Bemühungen, ärztliche Mitarbeiter für das westliche Münsterland zu gewinnen. Innovativ zeigt sich hier das Ahauser St. Marien-Krankenhaus. Mit dem Neubau des Kinderhauses „Rasselbande“ auf dem Klinikgelände ist es den Mitarbeitern möglich, ihre Kinder gut versorgt und in ihrer Nähe während der Dienstzeiten unterzubringen. In Zeiten, in denen es immer schwieriger wird, qualifiziertes ärztliches Personal zu finden, stellt diese Kindertagesstätte bei der Entscheidung zu einer Anstellung einen Pluspunkt dar. Arndt-Brauer, der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehr wichtig ist, lobte das Angebot, das es in der Form so im Kreis Borken noch nicht gibt.
Kritisch beleuchtet wurde in dem Gespräch die ländliche ärztliche Versorgung. Aufgrund der demographischen Entwicklung wird es einen stark anwachsenden Bedarf an ärztlicher Versorgung und Altenhilfe geben. Hermann Nientiedt ist sich sicher, dass der Klinikverbund Westmünsterland mit seinen einzelnen Versorgungsangeboten und der Vernetzung gut aufgestellt ist. |