Arndt-Brauer_072c
 Home
 Zur Person
 Pressemitteilung
 Wahlkreis
 Service
 Links
 Impressum
Banner2

02.06.2009

Künstliches Heroin auf Rezept

Kreis Steinfurt/Kreis Borken. Schwerst-Heroinabhängige können zukünftig künstliches Heroin - das so genannte Diamorphin - auf Rezept erhalten. Die münsterländische Abgeordnete Ingrid Arndt-Brauer (SPD) begrüßt das jetzt vom Bundestag beschlossene Gesetz ausdrücklich: `In Modellversuchen hat sich herausgestellt, dass Diamorphin bei den schwerst Heroinabhängigen eher zu einer Verbesserung des Gesundheitszustands führt als die Ersatzdroge Methadon. Wir eröffnen damit den Betroffenen eine oftmals letzte Perspektive´, begründet Arndt-Brauer ihre Zustimmung zu dem Gesetz.

Der Zugang zu dem verschreibungspflichtigen Diamorphin ist begrenzt. Heroinsüchtige müssen mindestens fünf Jahre abhängig sein, zwei erfolglose Therapien hinter sich gebracht haben und mindestens 23 Jahre alt sein. Im Kreis Steinfurt gibt es ca. 300 Heroinabhängige, die zurzeit mit Methadon behandelt werden, wie die Politikerin kürzlich bei einem Besuch der Methadonambulanz Steinfurt erfuhr. Bundesweit gehen Gesundheitsexperten von 2000 bis 3000 Betroffenen aus, welche die Kriterien für den Diamorphinbezug erfüllen. Den mit Diamorphin Substituierten solle es langfristig ermöglicht werden, wieder den normalen Alltag zu bewältigen. Dazu gehöre auch, die Betroffenen wieder in regelmäßige Beschäftigung zu bringen. `Ohne Arbeit, kann man nicht dauerhaft helfen´, betonte die Horstmarer Abgeordnete.