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12.07.2011
Mehrgenerationenhäusern droht Schließung
Kreis Borken/Kreis Steinfurt. `Den Mehrgenerationenhäusern in Bocholt und Saerbeck droht die Schließung. Spätestens Ende des Jahres 2012 wird die Förderung durch den Bund für das Aktionsprogramm I auslaufen´, berichtet die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer. `Für die neue Bundesförderung im Aktionsprogramm II, die eine Laufzeit bis Ende 2014 hat, können sich die beiden Einrichtungen aber offenbar nicht mehr bewerben, obwohl den Mehrgenerationenhäusern nach dem ersten Aktionsprogramm eine Verlängerung der Förderung zugesagt worden war´, bedauert die Abgeordnete.. Beide Häuser befinden sich nicht mehr auf einer Liste des Bundesministeriums für Jugend, Familie, Frauen und Senioren, auf der die Mehrgenerationenhäuser genannt sind, die weiter gefördert werden können.
Hingegen besteht für die Mehrgenerationenhäuser in Borken und Rheine zumindest die Chance, sich erneut um Bundesmittel zu bewerben. Grundsätzlich gibt es für keines der bundesweit 500 Mehrgenerationenhäuser eine automatische Verlängerung der Förderung. Alle interessierten Einrichtungen müssen sich neu bewerben, um auch nach 2011 Bundesmittel zu erhalten. Seit dem 04. Juli ist das Bewerbungsportal der Bundesregierung für das Aktionsprogramm II online. Bis zum 12. August haben die bereits bestehenden Mehrgenerationenhäuser und neue Interessenten nun Zeit, unter www.mehrgenerationenhaeuser.de ihr Interesse an einer Förderung zu bekunden. Erst im Herbst werden die ausgewählten Häuser dann einen Zuwendungsantrag stellen können.
Arndt-Brauer kritisiert, dass die Bundesregierung sich nicht ausreichend für den Fortbestand der bereits bestehenden Häuser eingesetzt hat. `Alle Träger von Häusern müssen sich neu bewerben. Hinzu kommt, dass der jährliche Bundeszuschuss pro Mehrgenerationenhaus von 40.000 auf 30.000 Euro ab 2012 sinkt. Insbesondere in strukturschwachen Regionen und im ländlichen Raum droht die Gefahr von Projektruinen.´ Die Finanzpolitikerin bedauert weiter, dass in Zukunft bundesweit nur noch 450 statt 500 Häuser gefördert werden sollen: `Das bestehende Bundesprogramm wird zusammengestrichen. Eine nachhaltige Generationenpolitik sieht anders aus.´ |