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12.01.2010

Mit 500 Anfragen im Monat gut ausgelastet

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Gronau. Eine Delegation von heimischen Abgeordneten im Bund und Land sowie örtlichen Ratsvertretern der SPD war jetzt zu Gast in der Verbraucherzentrale an der Konrad-Adenauer-Straße 45. Auf Einladung der Beratungsstellenleiterin Elke Liening (Bildmitte) und Beate Hollands-Lohölter, Regionalleiterin der NRW-Verbraucherzentrale, tauschten sie Informationen und Meinungen über die Verbraucherschutzpolitik, die gesetzlichen Grundlagen und die Organisation aus.

Dabei stand die Frage im Vordergrund, wie solche Beratungen vor Ort funktionieren. Die beiden Verbraucherschützerinnen präsentierten die Möglichkeiten: die Ordner-Bibliothek, wo Verbraucher selbst Testergebnisse einsehen können, die umfangreiche aktualisierte Broschürensammlung und das `Info-Terminal´ mit Internetanschluss, in dem die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ihre thematischen Schwerpunkte von der Altersvorsorge, dem einzelnen Haustürkauf bis zur ganzheitlichen Energieberatung abrufen können. Auch liegen weiterführende Informationen für die Kunden vor Ort bereits digital vor.

Mit zirka 500 Kontakten im Monat sei die Gronauer Geschäftsstelle ausgelastet, teilten die Verantwortlichen mit. Darüber hinaus hätten 20 bis 30 Prozent der Verbraucher einen Migrationshintergrund. Zusätzlich werde mit der Volkshochschule, engagierten Schulen und anderen Kooperationspartnern zusammengearbeitet. Daher wäre eine weitere Niederlassung im Südkreis wünschenswert. Die Menschen wollten Beratung, faires Geschäftsverhalten und zuverlässige Informationen. `Doch fehlt gerade bei der Rechtsberatung die Zeit für mehr Prävention´, so Elke Liening. Faire Preise und transparente Regeln braucht es in allen Handels- und Finanzdienstleistungen.

Die Abzocke mit überteuerten und minderwertigen Produkten und Dienstleistungen verführe gerade Jugendliche und überfordere Ältere. `Klare Kriterien bei langfristigen Anlageangeboten, in der Altersvorsorge oder eine exakte Kennzeichnung von gentechnisch-veränderten Lebensmitteln sind nur einige Beispiele, in denen wir Sozialdemokraten die Rechte für selbstbewusste und gut informierte Verbraucher einfordern und weiter stärken wollen´, so die sozialdemokratischen Abgeordneten Ingrid-Arndt-Brauer (Mitglied des Bundestags) und Stefanie Wiegand (Mitglied des Landtags) (2.v.re.). Kurt Rehbein (i. Bild re.) resümierte, dass der Besuch zu Jahresbeginn auch eine weitere regelmäßige Kontaktpflege mit Gleichgesinnten sei.