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12.01.2011

Neujahrsfrühstück in Horstmar

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Horstmar. Zu ihrem traditionellen Neujahrsfrühstück traf sich jetzt die SPD Horstmar und Leer in der Gaststätte `Im Koppelfeld´. Bei vielfältigen Leckereien und einem Rahmenprogramm verbrachten die Parteimitglieder und ihre Familien einen angenehmen Vormittag.

Die Ortsvereinsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer begrüßte erfreut die zahlreichen Gäste. Besonders freute sich die Vorsitzende, Pfarrdechant Siegbert Hellkuhl begrüßen zu dürfen. Der Geistliche ist seit Sommer 2010 Nachfolger von Franz-Josef Bisping. Hellkuhl bedankte sich für die freundliche Einladung. Er sei mittlerweile in der Gemeinde angekommen und habe auch schon einige Gäste persönlich kennen gelernt.

Aus Berlin berichtete Arndt-Brauer u.a. über die aktuelle Diskussion zu den Hartz IV-Regelsätzen. Von der Erhöhung des Regelsatzes um fünf Euro profitierten nicht die Kinder der betroffenen Familien, da der Satz für diese nicht erhöht wurde. Das von Schwarz-Gelb beschlossene Bildungspaket für diese Kinder sieht u.a. vor, dass monatlich 10 Euro Aktivitäten in Sportvereinen, Musikschule u.ä. ermöglichen sollen.“Wir haben alle Kinder und wissen, dass man mit 10 Euro nicht viel machen kann“, so Arndt-Brauer. Das reiche vielleicht für den Fußballverein, aber nicht mehr für die Fußballschuhe. Für Nachhilfeunterricht sei dann nichts mehr über, erläuterte Arndt-Brauer weiter. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert daher Nachbesserung.

SPD-Kreistagsmitglied Jürgen Schmitter (i. Bild li.) berichtete als Gastredner aus der Kreistagsfraktion u.a. über die Gasbohrungen von ExxonMobile in Nordwalde. Die Bedenken der Kommune und der Bewohner hinsichtlich einer Grundwassergefährdung werden von der SPD sehr ernst genommen. Hier werde man sich sorgfältig mit den Gutachten befassen.

Ein besonderer Gast des Neujahrsfrühstücks war Claus Hagedorn (Bildmitte), der 30 Jahre lang Richter am Amtsgericht in Steinfurt war. Nach Jurastudium mit exzellentem Examen standen dem Juristen alle Türen offen. Nach einigen Lebensstationen entschloss sich Hagedorn aber sehr schnell, Richter zu werden. Gerechtigkeit, der Hang zur Ehrlichkeit und Harmonie standen für ihn dabei immer an oberster Stelle. Seit seiner Pensionierung folgt Hagedorn gerne Einladungen zu Veranstaltungen, um aus seinem Berufsleben zu berichten.
Der Richter erzählte den gespannten Zuhörern von tragischen, nachdenklichen aber auch humoristischen Fällen aus seiner Dienstzeit. Viele dieser Fälle sind dem gebürtigen Borghorster in bleibender Erinnerung geblieben. Immer wieder erreichten den Juristen auch Briefe von Angeklagten, die ihm drohten, beleidigten aber auch für eine menschliche und gerechte Behandlung dankten. Sein größtes Klientel waren aber die „kleinen Sünder“, wie Hagedorn diese lächelnd nannte. Noch heute trifft er `gute Kunden´, die ihm respektvoll begegnen.

Nach der gelungenen Veranstaltung verabschiedete Arndt-Brauer ihre Gäste und versprach, die kurzweilige Unterhaltung zukünftig in der Tradition des Neujahrsfrühstücks aufzunehmen.