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01.10.2009

Noch nicht wahlberechtigt, aber sehr politikinteressiert

Realschule Ochtrup 2009aOchtrup. Die Klasse 10 b der Realschule Ochtrup war vor zwei Wochen in Berlin. Die Eindrücke waren noch frisch, als sich Ingrid Arndt-Brauer (SPD MdB) jetzt mit den Jugendlichen und der Lehrerin Hildegard Schürjann traf. Die Abgeordnete hat damit ihr Versprechen eingelöst, sich zeitnah mit den Schülern zu treffen.

Die Politikerin erläuterte ihren Werdegang von der Schule, über Uni, der Familienphase, über ihre Arbeit bei der Wirtschaftsförderung des Kreises Steinfurt bis hin zu ihrem Einzug in den Bundestag vor zehn Jahren. Erfreut zeigte sich Arndt-Brauer über die vielfältigen Fragen der Schülerinnen und Schüler. Fragen danach, wie es mit der Rente in Zukunft aussähe, ob die Staatsschulden abgebaut würden und wie sie zum Atomausstieg und Biogasanlagen stehe, beantwortete die Politikerin ausführlich.

Kritisch setzten sich Arndt-Brauer und die Jugendlichen mit der NPD auseinander. Die Abgeordnete machte deutlich, dass es sich hierbei um eine undemokratische Partei handelt, die ein Gedankengut verbreitet, das man sich keinesfalls aneignen sollte.

Einstimmig plädierten die Schüler für ein Verbot der NPD und hatten Arndt-Brauer auf ihrer Seite.

Abschließend brachte die Politikerin das Thema `Wahlrecht von Geburt an´ ein. Parteiübergreifend gibt es eine Initiative, die für Familien auch Stimmrechte für die noch nicht wahlberechtigten Kinder fordert. Sollte sich dieses Wahlrecht durchsetzen, könnte sich eine familienfreundlichere Politik entwickeln. In Hinsicht auf den demographischen Wandel wäre das für Arndt-Brauer sehr wünschenswert, da der vierfachen Mutter Familienpolitik am Herzen liegt.

Bis auf eine Ausnahme konnte sie die Zehntklässler dann überzeugen.