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21.12.2011

Organspendenbereitschaft erhöhen

UKM1
Kreis Steinfurt. Frank-Walter Steinmeier hat das Thema Organspende wieder aktuell gemacht. Nach der Nierenspende für seine Ehefrau setzt sich der SPD-Fraktionsvorsitzende parteiübergreifend für eine Gesetzesänderung ein, um die Anzahl der Organspenden zu erhöhen.

Auch der Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer (SPD) liegt das Thema Organspende schon lange am Herzen. Seit vielen Jahren ist die Politikerin Inhaberin eines Organspendeausweises und spricht Menschen in ihrem Wahlkreis direkt auf das Thema an. In Münster traf sich Ingrid Arndt-Brauer jetzt mit dem Transplantationsbeauftragten der Uniklinik, Prof. Dr. Hartmut Schmidt. Im Gesprächsverlauf stellte sich heraus, dass die meisten Bürgerinnen und Bürger durchaus positiv der Organspende gegenüber stehen. `Jeder, der in die Lage kommen könnte selbst ein Organ zu benötigen, sollte bereit sein zu spenden´, machte Arndt-Brauer deutlich. Bei Interesse ist die Abgeordnete gerüstet und hat immer Organspendeausweise in der Tasche.

Prof. Dr. Schmidt zeigte sich erfreut darüber, dass der Organspende von Frank-Walter Steinmeiner ein neuer Denkanstoß folgte. Seither ist der Anteil der Lebendspenden für Nieren auf über 20 Prozent angestiegen. Daran könne man auch erkennen, wie wichtig Öffentlichkeitsarbeit sei. Sicher sei sich Prof. Dr. Schmidt, dass mit einer offensiven Aufklärung die Spendenbereitschaft deutlich zunehmen würde. Hierfür würde sich der Mediziner ein nationales Informationskonzept wünschen.

Mittlerweile haben sich alle Bundestagsfraktionen darauf geeinigt, dass die Bereitschaft der Bürger zu einer Spende regelmäßig abgefragt werden soll. Ein Erklärungszwang ist aber nicht geplant. Ebenso soll es möglich sein, die Erklärung zu verweigern. Ein fraktionsübergreifender Antrag wird momentan im Bundestag beraten.

Aus seiner täglichen Praxis konnte der Transplantationsbeauftragte bestätigen, wie wichtig es sei, seinen Willen zur Organspende zu dokumentieren. Ingrid Arndt-Brauer und der Mediziner werden weiter persönlich daran arbeiten, die Spendenbereitschaft der Bevölkerung zu erhöhen.