Arndt-Brauer_072c
 Home
 Zur Person
 Pressemitteilung
 Wahlkreis
 Service
 Links
 Impressum
Banner2

15.05.2009

Pilotprojekte zu Erdkabeln

Kreis Steinfurt/Kreis Borken. `Mit dem kürzlich beschlossenen Gesetz zur Beschleunigung des Ausbaus der Höchstspannungsnetze können nun auch in den Kreisen Steinfurt und Borken Erdkabel verlegt werden´, berichtet die heimische SPD-Bundestagabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer. Ein zentraler Punkt des Gesetzes ist, dass im Rahmen von vier Pilotvorhaben Höchstspannungsleitungen auf technisch und wirtschaftlich effizienten Teilabschnitten als Erdkabel verlegt werden können. Auf diese Weise sollen Erfahrungen mit dem Einsatz von Erdkabeln im Höchstspannungs-Übertragungsnetz gesammelt werden.

Eines dieser vier Erdkabel-Pilotprojekte auf 380kV-Ebene ist die geplante Trasse von Diele (Niedersachsen) nach Niederrhein (Nordrhein-Westfalen). Diese Trasse führt auch durch beide Kreisgebiete. Betroffen sind Teilgebiete in Steinfurt, Metelen, Neuenkirchen und Wettringen (Steinfurt) sowie Borken, Gescher, Heiden, Legden, Raesfeld, Schöppingen, Stadtlohn und Velen (Borken). `Ich begrüße die Entscheidung der Bundesregierung, für die sich die SPD in den Kommunen, im Kreistag, auf Landesebene und im Bundestag schon seit längerem eingesetzt hat´, so die Bundespolitikerin.

Der Ausbaubedarf des Strom-Übertragungsnetzes ist unbestritten. Die Integration der rasant wachsenden Erneuerbaren Energien an Land und zukünftig auch Offshore, der Neubau von Kraftwerken an der Küste sowie die Verbesserung des europäischen Strom-Binnenmarkts sind drei Argumente, die für den Ausbau sprechen. Wegen zahlreicher Hemmnisse in der Planungs- und Genehmigungsphase erfolgt der Ausbau bisher jedoch nicht in der erforderlichen Geschwindigkeit, um mit unseren ehrgeizigen energie- und klimapolitischen Zielen Schritt halten zu können.

Ein großtechnischer, flächendeckender Einsatz von Erdkabeln im eng vermaschten deutschen Strom-Übertragungsnetz ist zum jetzigen Zeitpunkt aus technischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Gründen nicht vorgesehen.

Anders als auf der 380 kV-Ebene gibt es auf der 110 kV-Ebene dagegen schon seit 25 Jahren Erfahrung mit dem Einsatz von Erdkabeln, zum Beispiel in städtischen Ballungszentren. Daher konnte die SPD-Fraktion durchsetzen, den Einsatz von Erdkabeln auf der Hochspannungsebene auszuweiten. Netzbetreiber erhalten dadurch die Sicherheit, dass ihre Investitionen wieder hereingespielt werden können. Gleichzeitig ziehen wir eine Kostenobergrenze ein, um die wirtschaftlichen Konsequenzen für die Netznutzer auf ein vertretbares Maß zu begrenzen.