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20.04.2010

Qualifizierte Ausbildung auf der grünen Wiese

FH Bocholt 3a
Bocholt. Die 1992 gegründete Fachhochschule Gelsenkirchen hat ihren Hauptsitz in Gelsenkirchen und zwei Standorte in Recklinghausen und Bocholt sowie einen Studienort in Ahaus.

Um qualifizierten Nachwuchs zu bekommen, hat gerade in Bocholt die Wirtschaft den Aufbau der Fachhochschule (FH) vor ca. 15 Jahren vorangetrieben. Angrenzend an den Technology-Park, aber doch noch im Grünen gelegen, zeigt sich die FH dem Besucher als modernes Wasserschloss. Hier in Bocholt können rund 1300 Studierende in den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaft ihren Abschluss machen.

Prof. Dr.-Ing. Stephan Klöcker (i. Bild), Dekan für den Fachbereich Maschinenbau, führte jetzt die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer bei einem Rundgang durch die FH. Einen intensiveren Einblick konnte die Politikerin dabei in die Labors für den Studiengang Mechatronik nehmen, die das zentrale Thema der FH in Bocholt darstellen, wie Klöcker seiner Besucherin erläuterte. Hier arbeiten zurzeit Studenten u.a. an einem Flugsimulator. Im Gespräch mit den Studenten erfuhr Arndt-Brauer von der stark praxisbezogenen Ausbildung, auf die man in Bocholt hohen Wert legt. Positiv finden die jungen Leute, dass oberste Priorität auf Teamarbeit und die Vorbereitung auf das spätere Berufsleben gelegt wird.

Mit dieser außenordentlich praxisorientierten Ausbildung kann man sich erfolgreich bewerben, weiß Prof. Klöcker zu berichten.

Kurz konnte Arndt-Brauer auch einen Blick auf die derzeitige Baustelle der FH werfen. Hier entsteht auf dem Gelände des Technology-Parks ein Maschinenlabor. In dem ca. 600 Quadratmeter großen Neubau soll u.a. ein Prüfstand für Großgetriebe entstehen, der in Deutschland seinesgleichen sucht. Den Forschern und natürlich den Studenten soll dieses Labor dann im Wintersemester 2010/2011 zur Verfügung stehen.

Ebenfalls im kommenden Wintersemester wird es den neuen Studiengang Bionik an der FH geben. In dem Bachelor-Studiengang geht es darum, Technik nach dem Vorbild der Natur zu gestalten. Da hier Biologie und andere Naturwissenschaften neben den technischen Fächern im Fokus der Betrachtungen stehen, erhofft sich die FH-Gelsenkirchen/Bocholt auch höhere Anmeldezahlen von weiblichen Studierenden.
`Wir haben zwar in den letzten Jahren vermehrt weibliche Absolvente´, so Klöcker weiter, `aber der Anteil ist immer noch sehr niedrig´.

Abschließend bedankte sich Arndt-Brauer für das ausführliche Gespräch und den Rundgang und versprach Prof. Klöcker gerne wieder an die FH zu kommen.