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26.08.2009
Qualität von Sprachförderung sichern
Rheine. Aufgrund der niedrigen Entlohnung logopädischer Leistungen durch die gesetzlichen Krankenkassen geraten selbstständige Logopäden in eine schwierige finanzielle Situation. Der Erhalt von logopädischen Praxen und den dort angesiedelten Arbeitsplätzen ist gefährdet. Die laufenden Kosten, die hauptsächlich aus Löhnen, Miete, Fahrkosten, Versicherung und Fortbildungen bestehen, laufen trotzdem weiter und sind sogar überproportional gestiegen.
Anlass genug für den Qualitätszirkel der selbstständigen Logopäden des Kreises Steinfurt sich an die Politik zu wenden. Sie luden daher die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer und ihre Landtagskollegin Elisabeth Veldhues (2. v. re.) in die Logopädische Gemeinschaftspraxis ins Emstorhaus in Rheine ein.
Bei den VdAK-Kassen (Verband der Angestellten-Krankenkassen) wurden zwar kürzlich die Gebührensätze erstmalig seit 2001 erhöht, im Ergebnis der einzelnen Positionen bekommen die Logopäden aber dadurch nicht mehr Geld. In Westfalen-Lippe sieht die Vergütung durch die allgemeinen Krankenkassen nicht besser aus.
`Durch die bestehende Budgetierung ist das Risiko, eine Praxis zu führen, wesentlich gestiegen´, erläuterte Helga Rühmekorb (3. v. re.) aus der Gemeinschaftspraxis Rühmekorb, Sandkötter und Schuite. Notwende Verordnungen werden durch die Budgetierung reduziert oder gar ausgesetzt.
Stellvertretend für ihre Berufskollegen fordern Claudia Sandkötter (3. v. li.), Helga Rühmekorb und Felix Hardt (2. v. li.) seit langem eine Gesetzesänderung zur Abkopplung der Grundlohnsummenbindung bei Kassenverhandlungen.
`Um der wachsenden politischen Erkenntnis, dem Bereich Sprache mehr Bedeutung beizumessen, müssen wir eine Veränderung herbeiführen´, so die Logopäden ausdrücklich.
Die sich daraus ergebende Konsequenz wäre es, dass logopädische Leistungen für alle Betroffenen eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen bleiben. Diese Heilmittel müssten aus der Budgetierung der Ärzte ausgenommen werden. Der Sprachförderbedarf und der Bedarf von Sprachtherapie sollte klarer differenziert werden
Ingrid Arndt-Brauer und Elisabeth Veldhues versprachen den Logopäden, sich mit ihrem Anliegen auseinanderzusetzen und sie zu unterstützen.
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