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06.04.2011

Sehr gute Aussichten

FH1
Münster/Kreis Steinfurt. Mit rund 10.000 Studenten und einem Drittmittelaufkommen von jährlich annähernd 11 Millionen Euro zählt die Fachhochschule Münster zu einer der größten und erfolgreichsten Fachhochschulen Deutschlands.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer hat bereits seit Jahren einen guten Kontakt zur Hochschule. Diesen möchte sie auch weiterhin aufrecht erhalten und traf sich daher zu einem Gedankenaustausch mit der Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojewski (i. Bild li.). Themen des Gesprächs waren unter anderem die einzelnen Studiengänge und die Studentenzahlen, die sich erfreulicherweise sehr gut entwickeln, wie die Präsidentin erläuterte. Der Praxisbezug und der gute Ruf seien die am häufigsten genannten Gründe der neueingeschriebenen Studenten für ein Studium an der FH Münster, berichtete von Lojewski der Abgeordneten. `Unsere Studenten haben nach ihrem Abschluss gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt´, so von Lojewski weiter.

Gut angenommen würden die neuen dualen Studienangebote. Sie seien im Zuge des Ausbaus der Fachhochschulen in NRW entwickelt worden. Als ein Beispiel nannte sie den Studiengang Technische Orthopädie. Diesen habe die Hochschule vor dem Hintergrund des hohen Bedarfs an qualifizierten Orthopädie-Ingenieuren entwickelt. In einer einzigartigen Kooperation arbeiten die Wissenschaftler mit der Orthopädiebranche und der Dortmunder Bundesfachschule eng zusammen.

Als weiteres Beispiel für innovative Wege, die die Hochschule beschreite, nannte von Lojewski den Arbeitsbereich Logistik. Hier sei es durch die maßgebliche finanzielle Unterstützung von Unternehmen aus der Logistikbranche gelungen, einen Studiengang zu etablieren. Dieser Studiengang bereitet Betriebswirtschaftler und Ingenieure auf zukünftige Führungsaufgaben sowie spezifische anwendungsbezogene Forschung in der Logistik vor.

Als einen allgemeinen Trend bezeichnete von Lojewski den Umstand, dass hochqualifizierte Kräfte nur schwer für eine Professur zu gewinnen seien. Eine Tätigkeit in der freien Wirtschaft sei finanziell häufig attraktiver. Umso erfreulicher sei daher, dass die Hochschule inzwischen über sieben Stiftungsprofessuren verfüge. `Hier gewinnen alle Seiten, wenn Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam bedarfsorientierte Angebote entwickeln´, ist sich die Präsidentin sicher.

Arndt-Brauer und von Lojewski teilten die Einschätzung, dass nicht allein die Vielfalt, sondern insbesondere die Qualität der Studiengänge für die Zukunft der Fachhochschule Münster entscheidend sei.