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27.10.2011

Sonnige Tage in Berlin

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Kreis Steinfurt/Berlin. Das Wetter ließ nichts zu wünschen übrig. Eher bedrückend dagegen war der Besuch zweier Gedenkstätten aus Deutschlands dunkelsten Zeiten: Die ehemalige Stasi-Haftanstalt in Hohenschönhausen und das Nazi-Dokumentationszentrum `Topographie des Terrors´

50 Gäste aus den Kreisen Steinfurt und Borken konnte die hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete und Finanzexpertin Ingrid Arndt-Brauer jetzt zu einem viertägigen Hauptstadtbesuch im Berliner Reichstag begrüßen. Organisiert hatte die Fahrt das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung.

Hinterließ der Besuch der beiden Gedenkstätten eher ein Gefühl der Betroffenheit und Wut, so waren die Diskussionen im Bundesministerium der Finanzen und dem Technischen Hilfswerk (THW) in Berlin-Charlottenburg vor allem vom Respekt gegenüber der fachlichen Kompetenz und dem persönlichen Engagement der Referenten geprägt. Besonders die internationale Katastrophenhilfe des THW, die ohne die Unterstützung einer Vielzahl ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer nicht denkbar ist, beeindruckte die Berlinbesucher.

In der Diskussion im Reichstag griff die Bundestagsabgeordnete noch einmal das Thema Finanzkrise auf, das sie als Mitglied im Finanzausschuss zurzeit stark beschäftigt. Niemand, so Arndt-Brauer auf die Frage nach den Folgen, könne heute vorhersagen, welche Konsequenzen die Finanzkrise haben werde. Für sie sei aber klar, dass es sich bei Europa nicht nur um eine Wirtschafts-, sondern auch um eine Solidar-Gemeinschaft handele. Deshalb müsse man seinen Nachbarn helfen. Leichter fiele das, wenn etwa durch die Einführung einer Finanztransaktionssteuer mehr Geld für die Stützung in Schwierigkeit geratener Staaten bereitgestellt werden könnte.