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27.08.2009
SPD vertieft Kontakte zur Fachhochschule Münster
Steinfurt. Der SPD ist es ein ganz besonderes Anliegen, in regelmäßigen Kontakt mit den Verantwortlichen der Fachhochschule in Steinfurt zu stehen. Um dieser Bedeutsamkeit entsprechenden Nachdruck zu verleihen, erfolgte der dortige Besuch des Stadtverbandes selbstverständlich in Begleitung des Bürgermeisters. Auch die Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer aus dem benachbarten Leer ließ es sich nicht nehmen, diesen Termin wahrzunehmen. Der Vorsitzende des Stadtverbandes Frank Müller, der selbst an der FH beschäftigt ist, war auch mit seiner Truppe der Einladung der FH gerne gefolgt.
Der Dekan des Bereiches `Physikalische Technik´ Prof. Dr. Thomas Rose begrüßte die Gäste und stellte zunächst seine Kollegen Prof. Dr. Hans Effinger sowie Prof. Dr. Wetter vor.
Mit einem kurzen historischen Rückblick auf die Entwicklungsgeschichte der Bildungseinrichtung startete er dann seine Präsentation, in der er den hohen Stellenwert der Hochschule für die Stadt Steinfurt mit markanten Daten unterstrich. 3000 Studenten, die das Institut besuchen, werden von gut 100 Professoren betreut. 12 Fachbereiche - überwiegend im technischen Bereich - werden angeboten und die Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge nach den so genannten Bologna-Kriterien ist inzwischen weitestgehend erfolgt. Der frühere Abschluss als Diplom-Ingenieur gehört damit bald der Vergangenheit an. Besonders stolz wies Prof. Rose auf die Höhe der Drittmittel hin, die beispielsweise in 2008 mit fast zehn Millionen Euro eingeworben werden konnten. Hier hat sich insbesondere die Transferagentur Steinfurt (`Train´) bezahlt gemacht, durch die zu zahlreichen Unternehmungen enge Kontakte bestehen. Seit 2002 steigt die Zahl der Studierenden kontinuierlich an, so dass die FH aktuell in einigen Bereichen eine Auslastung von mehr als 150 % hat und insoweit momentan recht gut aufgestellt ist. Hier machte Prof. Rose allerdings die Einschränkung, dass ein ganz erheblicher Flächenbedarf vorhanden sei. Dies war das Stichwort zu einer angeregten Diskussion über die Möglichkeit der Verwaltung und der Kommunalpolitik, in welcher Form Weichenstellungen für die weitere Entwicklung der Hochschule optimal erfolgen. Hierbei muss sowohl über die Zurverfügungstellung geeigneter Grundstücksflächen als auch die Verbesserung der Infrastruktur, insbesondere die Verkehrsanbindung nachgedacht werden. Der Professor rannte an dieser Stelle offene Türen bei der SPD ein, da entsprechende Planungen seit Jahren auf deren kommunaler Agenda stehen.
Ingrid Arndt-Brauer schlug an dieser Stelle den Bogen zu der Frage, wie stark die FH zukünftig frequentiert sein wird. Sie gab zu bedenken, dass das Studium in seiner internationalisierten Form insbesondere aufgrund der Kürze der Studienzeit den Studenten erhebliche Anstrengungen abforderte. Die Vertreter der Hochschule relativierten diese Bedenken, die FH werde ihrem guten Ruf mit ihren Anforderungen angemessen gerecht. Sie wiesen in diesem Zusammenhang mehrfach darauf hin, dass die Angebote für die in Steinfurt wohnenden ca. 800 Studenten optimiert werden müsse. Hierzu gehöre sowohl ein gutes Angebot im Bereich des Sports als auch eine wöchentliche Rückfahrmöglichkeit aus Münster, die den Ansprüchen der Studenten gerecht werde. Andreas Hoge sagte, er habe insoweit bereits Gespräche geführt und er sei hier am Ball. Ludgera Kessler und Friedgert Hemker wissen darauf hin, dass die SPD erst jüngst sehr intensiv in die kooperativen Gespräche eingebunden war, als es um die Planungen der neuen Mehrfachturnhalle in der Friedenau ging. Prof. Rose stimmte dem zu uns gab den Willen der FH zu erkennen, die Voraussetzungen für ein angemessenes Sportangebot schaffen zu wollen.
Mit der abschließenden Bitte um den Fortbestand und die Intensivierung der Kontakte zu den Vertretern der Kommunalpolitik war es den anwesenden Professoren eine Freude, den Gästen die hohe fachliche Kompetenz der Schule im Bereich der Forschung in verschiedenen Laboren zu demonstrieren.
Im Euregio Biotech-Zentrum stellte die Leiterin Frau Prof. Dr. Mittmann ihr aktuelles Forschungsprojekt vor. Hierbei verstand sie es, ihre Zuhörer mit ihrer Begeisterung für dieses Drei-Jahres-Projekt zu infizieren. Nicht minder interessant waren im Anschluss die Erklärungen von Prof. Dr. Effinger, für den es als Dekan für die Bereiche Elektrotechnik und Informatik ein Leichtes war, die Besucher seines Labors bei dem hochaktuellen Thema der Computersicherheit mit den Möglichkeiten der Forschung in diesem Bereich vertraut zu machen. |