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19.03.2009

Täterarbeit ist Opferarbeit

Bewaehrungshilfeverein1Ahaus. Bewährungshilfe ist ein Thema, das die ganze Gesellschaft angeht. Davon ist der Verein Bewährungshilfe in Ahaus überzeugt. In Zusammenarbeit mit Bewährungshelfern unterstützt der Verein straffällig gewordene, die so genannten Probanden, bei der Neueingliederung oder -orientierung in die Gesellschaft.

Mit seiner Arbeit weckte der Förderverein jetzt das Interesse von Politik aus Bund, Land und Kommune. Zu einem Informationsgespräch trafen sich deshalb Ingrid Arndt-Brauer (SPD-MdB), Stefanie Wiegand (SPD-MdL) und SPD-Lokalpolitiker mit dem Vorstand des Vereins Bewährungshilfe.

In prekären Situationen, z.B. Kautionszahlungen, Übernahme von Telefonkosten, um das Sperren der Telefonleitung zu vermeiden, aber auch mit kurzfristigen Darlehen mit unkomplizierten Rückzahlungsmodalitäten, springt der Verein bei den Probanden ein, so der Schatzmeister des Vereins, Udo Wesbuer. Persönlichen Kontakt hat der Verein aber nicht zu den Probanden. Ansprechpartner für die Probanden sind ausschließlich die Bewährungshelfer. Hinter diesen steht der Verein mit der unbürokratischen finanziellen Hilfe. Albert Schmelting, Leiter der Sozialen Dienste für das Amtsgericht Münster, ist dem Förderverein sehr dankbar für diese Hilfe, da die Bewährungshelfer selbst nicht mit finanziellen Mitteln einspringen können.

Ziel des Fördervereins ist es, dem Probanden einen Neuanfang zu ermöglichen, um auch der Gefahr einer Rückfälligkeit entgegenzutreten.

Mit der Durchführung von Anti-Gewalt-Trainings, der Unterstützung von Antidrogenprojekten und anderen Präventionsmaßnahmen übernimmt der Verein auch zunehmend präventive Aufgaben. Diese sollen erneute Straffälligkeiten vermeiden. Dass dies funktioniert, kann Bewährungshelfer Klaus Engels nur bestätigen und verweist auf eine Erfolgsquote von 70 %.

“Täterarbeit ist auch Opferarbeit”, machte der Vorsitzende des Vereins, Andreas H. Groten den Besuchern abschließend deutlich.