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28.01.2010
URENCO: Notfallmanagement und Überprüfung der Lagerung
Berlin/Gronau. In der aktuellen Fragestunde im Bundestag am Mittwoch dieser Woche zum Störfall in der URENCO-Urananreicherungsanlage in Gronau hat die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer die Bundesregierung aufgefordert, umgehend dafür zu sorgen, dass die Sicherheit aller Beteiligten in Notfällen gewährleistet sei. Ein wie auch immer gearteter Austritt von Radioaktivität mit nachfolgender Strahlenbelastung von Menschen erfordert detaillierte Katastrophen-Pläne unter stärkerer Einbeziehung der Feuerwehr. Das betrifft vor allem die Sicherheit der Menschen vor Ort beim Umgang mit strahlenbelasteten Menschen vor Ort. Es muss gewährleistet sein, dass unmittelbar Beteiligte, wie Arbeitskollegen, Krankentransport- und Krankenhauspersonal sowie die Bevölkerung, im Schadensfall so umfassend wie möglich vor radioaktiver Belastung geschützt werden.
Wenn sich die bislang vorliegenden Erkenntnisse bestätigen, sei es auch dringend erforderlich, über die Lagerung und Transport der Uranbehältnisse nachzudenken. Bislang lagern diese - befüllt oder unbefüllt - hinter einem Erdwall ohne Überdachung. `Wenn das, was sich in den Behältern befindet, mitunter nicht der Deklaration entspricht, beinhaltet eine offene Lagerung ein weiteres Gefährdungpotential´, so die Abgeordnete. `Der beste Weg, Gefahren durch die Atomstromnutzung zu verhindern, ist das Festhalten am Atomausstieg´, erläuterte Arndt-Brauer weiter.
Laufzeitverlängerungen für die Atommeiler über 2020 hinaus lehne sie daher kategorisch ab. |