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01.02.2018

Verbesserungen bei der Pflege in Aussicht

Berufskolleg1Berlin/Kreis Steinfurt/Steinfurt. Die Pflege- und Gesundheitspolitik war Schwerpunkt eines Gesprächs, das jetzt 37 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Hermann-Emanuel-Berufskollegs des Kreises Steinfurt mit der heimischen Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer (SPD) in Berlin geführt haben. „Was unternimmt die Politik, um die Arbeitsbedingungen in den Pflegeeinrichtungen zu verbessern?“ wollten die Fachoberschüler wissen.

Arndt-Brauer verwies auf die ganz aktuellen Beschlüsse der Koalitionsverhandlungen: `Es gibt hier erste positive Festlegungen. Neben der Einstellung von 8.000 zusätzlichen Pflegekräften, wird es Verbesserungen bei der Bezahlung geben. Tarifverträge sollen ausgeweitet werden´. Die auch von den 12.-Klässlern erhobene Forderung nach mehr Ausbildungsstellen teilt die Horstmarer Politikerin. Durchgreifende Erfolge bräuchten jedoch Zeit. Neben mehr Ausbildern werde eine ausreichend hohe Zahl junger Menschen benötigt, die sich für einen Pflegeberuf entscheiden.

SPD und CDU/CSU hätten daher schon in der vergangenen Wahlperiode auf den sich abzeichnenden Personalbedarf reagiert. So wurde eine Reform der Ausbildungsordnungen im Pflegebereich beschlossen. Kranken-, Kinder- und Altenpfleger durchlaufen eine gemeinsame (generalistische) zweijährige Grundausbildung. Auszubildende haben aber weiterhin die Möglichkeit, sich für einen gesonderten Berufsabschluss in der Alten- oder Kinderkrankenpflege zu entscheiden, wenn sie im letzten Ausbildungsdrittel die generalistische Ausbildung nicht fortsetzen und anstelle dieser eine entsprechende Spezialisierung wählen. Die zu erwartende Zunahme generalistisch ausgebildeter Absolventen ermögliche einen Wechsel zwischen den Branchen, wodurch beispielsweise einem Mangel in der Altenpflege besser entgegengewirkt werden könne. Im Zuge der Ausbildungsreform wurde ebenso beschlossen, das Schulgeld für die Pflegeberufe abzuschaffen.

Auch die Bürgerversicherung war Thema: Die SPD-Politikerin plädierte dafür, das System zwischen Privatkassen und gesetzlichen Krankenkassen abzuschaffen. Es erzeuge Ungerechtigkeiten, z.B. bei Wartezeiten und führe zu Fehlanreizen bei der Versorgung. So seien Privatpatienten oft überversorgt.

Eine Absage erteilte die münsterländische Politikerin der Legalisierung von Cannabis: `Solange es keinen vernünftigen Umgang mit Alkohol gibt, lehne ich die Legalisierung weiterer Drogen ab´. Eine Legalisierung bedeute für sie auch ein Stück weit Verharmlosung. Harmlos seien Cannabisprodukte aber keineswegs, vielmehr beinhalte deren Konsum gerade für junge, noch nicht gefestigte Menschen ein erhöhtes Risiko, psychische Erkrankungen zu entwickeln, begründete Arndt-Brauer ihre Haltung.