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16.02.2010

Vor dem Abi noch schnell in die Hauptstadt

Arnoldinum4a
Steinfurt. Vor dem Abiturstress nahmen sich  Geschichts- und Sozialwissenschaftskurse der Jahrgangsstufe 13 des Gymnasium Arnoldinum in Burgsteinfurt Zeit für eine Studienfahrt nach Berlin. Auf dem Programm standen Besuche im Stasi-Museum Hohenschönhausen, in Bundesrat und Bundestag. Da in dieser Kalenderwoche keine Plenarsitzungen stattfanden, war die heimische SPD-Abgeordnete Ingrid Arndt-Brauer nicht in Berlin und das beabsichtigte Treffen wurde später im Arnoldinum nachgeholt

Ingrid Arndt-Brauer ist das Gymnasium nicht fremd, da zwei ihrer vier Kinder diese Schule besucht haben und sie immer wieder gerne hierher kommt.

In dem Gespräch schilderte sie den Jugendlichen den Tagesablauf einer Sitzungswoche, die sich mit einer Woche im Wahlkreis abwechselt. Vollgepackt mit Sitzungen von Arbeitsgruppen, Fraktion, Ausschüssen und Plenum enden die Sitzungstage in Berlin meistens erst gegen 21 Uhr. Die Woche im Wahlkreis ist mit Besichtigung- und Gesprächsterminen, offiziellen Terminen bei Vereinen und Verbänden und Parteiveranstaltungen gefüllt.

Ein Thema, das Ingrid Arndt-Brauer immer gerne bei Jugendlichen anspricht, ist die Initiative `Wahlrecht von Geburt an´, welches die Eltern stellvertretend für ihre noch nicht wahlberechtigten Kinder ausüben. Hierbei handelt es sich immerhin um 18 Millionen Deutsche, die unter 18 Jahren und somit nicht wahlberechtigt sind. Mit diesen zusätzlichen Stimmen sollen alle Parteien veranlasst werden, Familien und ihre Probleme stärker zu berücksichtigen. So könne ein Gegengewicht zur stark zunehmenden Zahl älterer Mitbürgern entstehen. Um dieses Wahlrecht durchzusetzen, ist aber eine Grundgesetzänderung nötig, erläuterte Arndt-Brauer und bedauert, dass die entsprechende Mehrheit dafür fehlt.

Abschließend rief die Politikerin die Schülerinnen und Schüler dazu auf, bei den kommenden Landtagswahlen wählen zu gehen und sich für eine demokratische Partei zu entscheiden. Von Lehrer Eckart Hammerström wurde sie mit einem Blumenstrauß verabschiedet.