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18.05.2011
Weltpolitik in der 8. Klasse
Rheine. Die Katastrophe in Fukushima beschäftigt die Menschen weltweit. Von den Auswirkungen betroffen zeigten sich jetzt auch die Achtklässler des Religionskurses der Elsa-Brandström-Realschule in Rheine. Lehrer Christoph Konert hatte im Unterricht Fukushima und seine Folgen zum Thema gemacht und die Schüler und Schülerinnen dazu aufgefordert, aktiv zu werden.
Trotz der Sorge, man würde nicht gehört, verfassten die Schüler nach kurzem Zögern Briefe an ihre zuständigen Abgeordneten. Hier formulierten sie ihre Sorge zu den Atomkraftwerken, die Gefahr, die davon ausgeht und baten um Hilfe.
Grund genug für die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer, sich persönlich mit den Schülern und Christoph Konert zu treffen.
Wo bleibt der Atommüll? Kann so etwas, wie in Fukushima, bei uns passieren? Warum konnte man jetzt so einfach sieben Atomkraftwerke abschalten? Waren nur einige Fragen, die zeigten, wie gut die Schüler vorbereitet waren.
Bisher habe man noch kein geeignetes Endlager für Atommüll gefunden, erläuterte Arndt-Brauer. Das ehemalige Salzbergwerk in Asse (Niedersachsen) ist nicht geeignet, wie man leider mittlerweile feststellen musste. Durch Sickerwassereinbruch ist hier eine Grundwassergefährdung eingetreten. Die Rückholung der dort schon eingelagerten brisanten Abfälle ist momentan nicht ohne Weiteres möglich, da die notwendige Technik hierfür noch nicht entwickelt ist, machte Arndt-Brauer deutlich. `Wir müssen aber sichere Lager finden und das entsprechende Personal vorhalten, damit auch spätere Generationen richtig mit den radioaktiven Abfällen umgehen´, so die Abgeordnete weiter.
Starke Erdbeben und Tsunamis, die die Sicherheit der deutschen Atomkraftwerke in Frage stellen könnten, befürchtet Arndt-Brauer nicht. Nicht zu verkennen sei aber, so die Politikerin weiter, dass technisches und menschliches Versagen zu Atomunfällen auch in Deutschland führen könnte.
Der Strom kann auch anders erzeugt werden, waren sich Arndt-Brauer und die Schüler einig. Vorschläge der Achtklässler, anstelle von Atomkraft die Solar- und Wasserenergie auszubauen, sowie sparsam mit Strom umzugehen, waren nur einige der Ideen, die die Schüler vorbrachten.
Abschließend zeigte sich Ingrid Arndt-Brauer überrascht über die gute Vorbereitung und war sehr erfreut über das große Interesse der 14 bis 16-Jährigen. Gerne versprach die Politikerin den Jugendlichen, die Elsa-Brandström-Realschule wieder zu besuchen. |