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11.07.2019

Wenn Eltern eine Auszeit brauchen

Caritas_Rheine1Rheine. Das Müttergenesungswerk oder auch Elly Heuss-Knapp-Stiftung ist vielen bekannt durch Mutter-Kind-Kurmaßnahmen. Dass die Stiftung jedoch ein umfangreiches Repertoire an frauenspezifischen Hilfen und Beratungen zu Kuren anbietet, erfuhr die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer bei einem parlamentarischen Frühstück des Müttergenesungswerkes in Berlin. Gerne folgte die Politikerin daher dem Hinweis, eine entsprechende Beratungsstelle in ihrem Wahlkreis zu besuchen.

Unter dem Dach der Caritas Rheine und der dortigen Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familien an der Lingener Str. 11 berät Maria Weßling (4.v.li.) betroffene Mütter, wie Arndt-Brauer, Bettina Völkening (2.v.li.) und Stefan Kutheus (2.v.re.) von der SPD-Rheine bei einem Besuch erfuhren. `Das Müttergenesungswerk unterhält selber keine eigenen Beratungsstellen, sondern beauftragt im Verbund des Müttergenesungswerkes tätige Wohlfahrtsverbände´, erklärte Weßling. Meistens kämen betroffene Mütter aus eigener Initiative, erläuterte Weßling auf Nachfrage von Arndt-Brauer. Aber auch Mütter, die bereits in der Erziehungsberatung sind oder von behandelnden Ärzten geschickt werden, finden so den Weg in die Kurmaßnahmen-Beratung, ergänzte die Beraterin.

Der Hausarzt stellt das Attest zur Notwendigkeit einer Kurmaßnahme aus. Damit kommen die Frauen zu Maria Weßling in die Beratungsstelle, die dann auf Wunsch bei der Antragsstellung hilft. Absprachen, welche Kureinrichtung geeignet ist, Terminabsprachen mit den Einrichtungen oder  Unterstützung bei Widersprüchen übernimmt die Beratungsstelle kostenlos für die Mütter.
Hauptgründe für erforderliche Kurmaßnahmen seien häufig Erschöpfungszustände, Schlafstörungen, Doppelbelastung Familie/Beruf oder besondere psychische Belastungen, wie z.B. Trauer, Trennung, etc.

Mit dem ganzheitlichen Konzept des Müttergenesungswerkes, bei dem die Mutter-Kind-Bindung im Vordergrund steht, werden die Mütter in medizinischen Maßnahmen, Gesprächs- und Physiotherapien, sowie Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung wieder fit für den Alltag gemacht. Für die Kinder übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten zu 100 Prozent. Die Mütter müssen eine Zuzahlung von zehn Euro pro Tag für drei Wochen leisten. Auch das ist abhängig vom Einkommen und könne durchaus auch für die Mütter entfallen. Nach Beendigung der Kurmaßnahme besteht die Möglichkeit der Kurnachsorge über die Beratungsstelle, um einen nachhaltigen Kurerfolg im Alltag zu sichern. In den letzten Jahren habe es steigende Zahlen für Kurmaßnahmen gegeben, erläuterte Weßling. Einer der Gründe dafür sei sicherlich der Doppelbelastung Familie/Beruf zu schulden, ergänzte Caritas-Fachbereichsleiter Frank Müller (3.v.li.).

Im Jahr 2018 sind über 1.600 Beratungsgespräche durchgeführt worden. Entwickelt hätten sich daraus 240 Mutter-Kind-Kuren, 42 Mütterkuren, 12 Vater-Kind-Kuren sowie 3 Väterkuren. `Neben der zunehmenden Belastung durch Berufstätigkeit, Haushalt und Kinder, ist sicherlich auch der gewachsene hohe Anspruch ein Grund für die stetige Zunahme an Beratungsbedarf und Mütterkuren´, erklärte Caritas-Vorstand Dieter Fühner (i. Bild re.). Er wies aber auch auf die die Zunahme an pflegenden Angehörigen hin. `Immer mehr Menschen pflegen und gleichzeitig hat auch der Fachkräftemangel Auswirkungen´, machte Fühner deutlich. Neben dem Ausbau der dringend benötigten Mütterkur-Plätze müssten auch die Kurzzeitpflegeplätze ausgebaut werden, damit schwer belastete pflegende Angehörige mit einer Kur eine Entlastung erfahren, so Fühner weiter.

Mit auf dem Weg gaben Fühner, Müller und Weßling ihren Gästen den Wunsch, sich für einen Ausbau der genannten Maßnahmen einzusetzen und Stellen für Fachpersonal in der Beratung finanziell besser auszustatten.

Arndt-Brauer, Völkening und Kutheus zeigten sich abschließend beeindruckt von der Arbeit in der Beratungsstelle. Die Bundespolitikerin nimmt die Wünsche sehr ernst und versprach, sich an den entsprechenden Stellen dafür einzusetzen.