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15.07.2011

Werben für Standorterhalt

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Berlin/Kreis Steinfurt/Rheine. Die Heeresflieger müssen bleiben. Für den Erhalt des Standortes in Rheine-Bentlage hat die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete jetzt in Berlin in einem persönlichen Gespräch mit Verteidigungsminister Thomas de Maizière geworben. `Der entscheidende Punkt, der für den Erhalt von Rheine als Standort spricht, ist, dass die Hubschrauberstaffel die ihr zugewiesenen Aufgaben auch künftig ohne jegliche Einschränkungen erfüllen können muss´, betonte die Politikerin. Neben sich verändernden bündnispolitischen Herausforderungen durch eine Zunahme von Auslandseinsätzen seien dies wichtige zivile Aufgaben im Bereich des Heimat- und Katastrophenschutzes. Hier komme es auf Erreichbarkeit und räumliche Nähe zur Gewährleistung der Sicherheit der Bevölkerung in akuten Notsituationen an.

In Zukunft ist damit zu rechnen, dass die Anzahl kleiner, zeitlich begrenzter Auslandseinsätze im Rahmen der NATO-Bündnisverpflichtungen zunimmt. Deutschland mit seinen Fähigkeiten kann hier seinen internationalen Einfluss im Bündnis verstärken. Hierzu Arndt-Brauer: `Dafür müssen wir genau die Angebote machen, die knapp sind. Die Fluglogistik gehört zweifelsohne dazu.´

Keineswegs dürften Standortfragen mit dem Rechenschieber entschieden werden. Auch Partikularinteressen von Teilstreitkräften, wie beispielsweise die Ansiedlung der Heeresflieger bei der Luftwaffe, müssten bei allem Verständnis für haushaltspoltische Überlegungen zweitrangig sein.

Das zukünftige Aufgabenspektrum erfordere ein zunehmendes Maß an Flexibilität und dürfe keineswegs dazu führen, dass zivile Aufgaben sowie der notwendige Ausbildungs- und Trainingsflugbetrieb für die Hubschrauberpiloten nicht mehr im notwendigem Umfang gewährleistet werden könnten. Für das Aufgabenspektrum der Heeresflieger würden mindestens 60 Hubschrauber benötigt. Mit dieser Anzahl könnten dann sogar beide Standorte - Rheine und Laupheim - erhalten bleiben, so das Plädoyer der Abgeordneten.