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14.09.2011

Zielvorgaben bereiten kein Kopfzerbrechen

U3-Neuenkirchen-1Neuenkirchen. `Wir gehen davon aus, dass wir 2012 die gewünschte Betreuungsquote von 35 Prozent bei unseren Unterdreijährigen (U3) erreichen werden.´ Im Gespräch mit der hiesigen Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer zeigte sich Bürgermeister Franz Möllering jetzt optimistisch, das von der Landesregierung NRW gesteckte Ziel zu erreichen. Damit  könne noch vor dem 1. August 2013 - ab dann haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für ihre Jüngsten - eine ausreichende Anzahl an Betreuungsplätzen in Kindertageseinrichtungen oder in der Kindertagespflege vorgehalten werden.

Ingrid Arndt-Brauer ist zurzeit in den Kreisen Borken und Steinfurt unterwegs, um sich über die Verwendung der von Bund und Land bereitgestellten Mittel für den U3-Bereich zu informieren. Gesprächspartner in Neuenkirchen waren neben Bürgermeister Möllering Sozialamtsleiterin Gerda Goldbeck und SPD-Ratsmitglied Annette Kindt.

Neuenkirchen verfügt zurzeit über vier Kindertagesstätten in kirchlicher Trägerschaft und zwei weitere, die vom DRK getragen werden. Insgesamt werden bisher 52 U3-Plätze vorgehalten. 2012 sollen es dann 80 Plätze sein. Hinzu kommen noch drei vom Jugend- und Familiendienst Rheine organisierte Spielgruppen, in denen sich je Gruppe zehn Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren tummeln.

Um die erforderlichen 80 Plätze zu erreichen, und um auch behinderte Kinder in Neuenkirchen betreuen zu können, ist möglicherweise die Errichtung eines Neubaus notwendig. Bezüglich der Trägerschaft einer neuen Einrichtung inklusive einer Gruppe für behinderte Kinder gibt es erste Gespräche mit der Caritas in Rheine.

Da es die früher übliche Bezuschussung von Bauten nicht mehr gibt und die Fördermittel von U3-Plätzen vom Land gekürzt wurden, bereitet die Finanzierung Sorgen.
Überlegt werde daher, ob nicht auch für Neuenkirchen, wie in einigen anderen Gemeinden des Kreises Steinfurt, ein Investorenmodell infrage kommt. Dabei übernimmt ein Geldgeber den Bau der Einrichtung, die der Träger dann anmietet. Nach Ablauf der Mietzeit könnte das Haus dann auch anders genutzt werden, beispielweise durch Wohnungen, wie es in Metelen, das ebenfalls auf ein Investorenmodell setzt, angedacht ist. Allerdings habe dieses durchaus interessante Modell einen kleinen Haken, denn da das Kreisjugendamt die Miete zahlen müsse, wirke sich das negativ auf die differenzierte Kreisumlage aus.

Die SPD-Abgeordnete versprach, die vorgetragenen Kritikpunkte in einem persönlichen Gespräch mit Ute Schäfer, der zuständigen NRW-Ministerin, zu erörtern.